Herbstcamp der WVF Jugend

 Herbstcamp der WVF – Jugend am 11. und 12. Oktober

Zum ihrem alljährlichen Saisonabschluss traf sich die Seglerjugend des Wassersportvereins am 11. und 12. Oktober auf dem Clubgelände des WVF. Zunächst freuten sich alle über das schöne Wetter, doch der Freude folgte gleich die erste Lektion zur Rubrik Wetterkunde, denn Hochdruckwetter bedeutet am See – wenig Wind.

Als man am Freitag gegen 16 Uhr startete wurde schnell ersichtlich, dass es wohl nur zu einem Leichtwindtraining reichen würde. Die 20 Teilnehmer wurden in eine Fortgeschrittene – und eine Basisgruppe eingeteilt, um individueller auf die Stärken und Schwächen der Segler eingehen zu können. Während sich die Basisgruppe mit dem Dreieck beschäftigte, lernten die Fortgeschrittenen ihre Wenden und Halsen mit verschiedenen Übungen zu verbessern. Für die Jüngsten der Nachwuchsgruppe erwiesen sich die Wetterbedingungen zur gefahrlosen Übung und Wiederholung von Rollwenden jedoch als durchaus praktisch. Die Opti‘s versuchten sich noch an einem ‚up and down‘ Kurs mit Ablauftonne, der aber dann wegen Windstille abgebrochen werden musste. Der zehnjährige Cajus Allgaier war trotzdem mit dem Resultat dieses Tages zufrieden. Er segelt schon drei Jahre Opti und plant in der nächsten Saison in den Laser umzusteigen. Zusammen mit Janek Maute nutzte er die schwache Thermik um sich mit dem Handling des größeren Bootes vertraut zu machen. Das er nächstes Jahr mit diesem Boot weitermachen wird, steht nun für ihn fest. Toll fand er auch den Morgensport mit dem der zweite Trainingstag begann, „wir sind bis zum alten Campingplatz gejoggt“ berichtet er stolz, und freut sich das er das geschafft hat.

Warum von den Älteren (also den 15-16 Jährigen) einige über das Lauftraining maulten kann er nicht nachvollziehen. Er weiß schon längst, dass eine gute Kondition beim Segeln gebraucht wird, schwärmt aber auch davon wie gut die Schnitzel beim Mittagessen mit der ganzen Truppe geschmeckt haben und wie lustig es beim gemeinsamen Grillabend zuging. Die achtzehnjährige Mia Keller war schon zum sechsten Mal beim Jugendcamp dabei, hat inzwischen den Trainer- Assistentenschein und in der Jüngsten Gruppe bei den Vorbereitungen und auf dem Wasser mitgeholfen. Als sie in die 6. Klasse kam zog sie mit ihren Eltern nach Fischbach, fand über die Aktion „Schule und Verein“ eine für sie passende Sportart, Anschluss und Freunde im WVF die ihr das „heimisch fühlen in der neuen Umgebung“ erleichterten. Gerne hilft sie nun in der Jugendgruppe ihre Kenntnisse weiterzugeben, auch wenn sie selbst noch nicht weiß wieviel Zeit sie nach dem ABI noch für ihr Hobby hat.

Auf sie und die drei Nachwuchstrainer Oliver Rehm, Laura Ströer und Paula Fasterling, die am Wochenende mit hohem Engagement im Einsatz waren, ist Jugendleiterin Petra Schlegel besonders stolz. Die drei haben mit dem Opti -Training hier im WVF angefangen und dieses Jahr den Trainer C-Schein abgelegt. „Langjährige Mitgliedschaft über das Kindesalter hinaus und das weitere Einbringen im Verein ist der Beweis, dass wir mit unserer Jugendarbeit auf dem richtigen Weg sind“, sagt Schlegel und freute sich, dass die Jugend trotzdem viel Spaß hatte, als man am Samstagnachmittag bei absoluter Flaute die Zeit mit Spielen, Mobilisations- und Konditionsübungen an Land verbringen musste. Leckere Würstchen und Steaks am anschließenden Grillabend, zu dem auch einige Eltern kamen, machten das seglerisch gesehen ‚nicht ganz erfolgreiche Trainingswochenende‘ wett. Aber, – wenn diesmal auch nicht die sportlichen Segelkenntnisse, das Gemeinschaftsgefühl der Jugendgruppe wurde auf alle Fälle vertieft.